Startup Guide Germany Interview

Ein Interview mit Johannes Franke

Am 29. April 2021 wird der Startup Guide Germany gelauncht. In den Fokus gestellt werden Gründerinnen und Gründer, deren Innovationen und Geschäftsideen weltweite Probleme angehen und so wichtige Veränderungen vorantreiben. Neben den Startup-Hochburgen Berlin, Hamburg und dem Frankfurt-Rhein-Main-Gebiet wird auch die Rolle des Ruhrgebiet für Gründerinnen und Gründer vorgestellt.

Wir haben den Launch zum Anlass genommen, um mit JIR-Mitglied Johannes über das Startup-Ökosystem Ruhr und seine Rolle bei duisport Tochter startport zu sprechen. Wie die Gründerallianz Ruhr unterstützt auch startport das Projekt.

Johannes, warum hat sich startport dazu entschieden, das Projekt „Startup Guide Germany” zu unterstützen?

Wir sind der Meinung, dass in einem Guide über die Startup-Ökosysteme in Deutschland das Ruhrgebiet nicht fehlen darf. Unsere Region hat sich in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt, was die Anzahl von Gründungen – insbesondere von B2B-Startups – angeht.

Darüber hinaus sind viele Initiativen entstanden, die Startups fördern und Transparenz in das Ökosystem bringen. Mit dem Startup Guide Germany wollen wir für Transparenz außerhalb der Region sorgen und die Initiativen im Ruhrgebiet – unter anderem natürlich auch startport – sowie spannende Startups vorstellen.

Was sind die Key Learnings aus dem Projekt?

Auch wenn Print mehr und mehr an Bedeutung verliert, setzen wir hier bewusst auch auf den Startup Guide Germany als gedruckte Version. Die vorherigen Guides aus der Schweiz bzw. Tokio haben uns überzeugt, dass der Startup Guide eine hochwertige Publikation ist.

Wir freuen uns darauf, den Startup Guide Germany bei uns im Co-Working-Office auszulegen und unseren Partnern zukommen zu lassen.

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Wie sieht dein Arbeitsalltag aus und warum sollten Gründerinnen und Gründer beim startport-Programm mitmachen?

Wir als startport sind ja quasi selbst ein Startup, welches in einen großen Konzern, der duisport-Gruppe, integriert ist. startport zeichnet sich durch flache Hierarchien und agile Strukturen aus. Trotzdem genießen wir den Vorteil, in den Konzern eingebettet zu sein und können so auf Unterstützung durch die Kollegen bei duisport bauen.

Die Arbeit mit den Startups macht wahnsinnig Spaß und ist sehr abwechslungsreich. Mein Hauptfokus liegt in der Betreuung unserer Partner sowie die Konzeptionierung und Organisation von Events. Der Schwerpunkt unseres Programmes liegt darin, Startups mit unseren Partnern und den Unternehmen in der Region zu vernetzen mit dem Ziel, Pilotprojekte zu initiieren. Zudem bieten wir den Startups über Financial Network Zugang zu namhaften Venture Capital Fonds, wie Freigeist, IDinvest Partners oder Earlybird. Unser Fokus und unsere Expertise liegt dabei auf der Logistik und Supply Chain.

startport
Foto: startport

Könntest du dir selbst vorstellen, ein Startup zu gründen?

Es zeigt sich, dass fast alle Gründer und Gründerinnen gewisse Grundvoraussetzungen mitbringen, wovon ich sicher einige nicht erfülle. Aber man soll niemals nie sagen: In der Logistik gibt es noch viele Potentiale und vielleicht ergibt sich ja irgendwann die Möglichkeit, eine Idee zu konkretisieren und in ein Startup zu überführen.

Du lebst und arbeitest im Ruhrgebiet, bist ein Experte in Sachen Startup-Support und Mitglied der ersten Stunde im Jungen Initiativkreis Ruhr. Warum hat es dich z.B. nicht nach Berlin verschlagen?

Die Startup-Expertise musste ich mir erstmal „on the Job” erarbeiten. Ich bin aufgrund meines Studiums sowie der vielen Jahre, die ich in der Unternehmensentwicklung von duisport gearbeitet habe, ein 100%iger Logistikexperte. Was mich darüber hinaus schon immer begeistert hat, sind Innovationen. Mit der Initiative startport kann ich meine Expertise mit meiner Leidenschaft verknüpfen und das bei einem Unternehmen in meiner Heimatregion. Für mich eine „win-win-win-Situation”. Es gibt für mich keinen Anlass, das Ruhrgebiet zu verlassen.

Workshop Initiativkreis Ruhr Johannes Franke arbeitet bereits seit seiner Gründung beim JIR mit.

Was macht den Jungen Initiativkreis deiner Meinung nach aus?

Die Mitglieder des Jungen IR vereint alle die tiefe Verwurzelung im Ruhrgebiet. Die meisten von uns sind nach dem Studium in der Region geblieben und haben nicht das Weite gesucht, weil wir hier nicht nur einen Job gefunden haben, sondern auch die Region für sehr lebenswert halten. Mit den Formaten und Impulsen des Jungen Initiativkreises – wie zum Beispiel unserem Mentorenprogramm – wollen wir nach außen transportieren, dass die Metropolregion einiges zu bieten hat – und uns damit für unsere Heimat stark machen.

Was wünscht du dir für dich und die Region in zehn Jahren?

Ich hoffe, dass die verschiedenen Impulse zur Belebung des Startup-Ökosystems Früchte tragen und das Ruhrgebiet zum weltweiten Hotspot für B2B-Startups wird. Denn aus den Startups können sich irgendwann auch große Unternehmen entwickeln, die wichtige Arbeitgeber in der Region werden können.

Das Ruhrgebiet muss eine Schwarmstadt werden und an Attraktivität gewinnen, so dass junge Leute in die Region ziehen und die Hochschulabsolventen und Absolventinnen bleiben. Dann kann man von einem erfolgreichen Strukturwandel sprechen. Wenn ich als Teil von startport und durch meiner Mitarbeit im Jungen IR hierfür wichtige Grundsteine legen kann, kann ich in zehn Jahren hierauf stolz zurückblicken.

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