Die Generation Z tickt anders

Die viel beschriebene Generation Z (nach 1995 geboren) gestaltet mit ihren Wertvorstellungen den Arbeitsmarkt der Zukunft. Studien belegen seit einigen Jahren: Statt lebenslanger, beruflicher Sicherheit werden zunehmend flexible Arrangements (Stichwort Work-Life-Balance), Selbstbestimmtheit und sozial verantwortliches Handeln wertgeschätzt. Der Jugendforscher Simon Schnetzer, ein gelernter Volkswirt, hat im Herbst 2020 mit seinem Team 1602 Personen im Alter von 14 bis 39 Jahren repräsentativ über das Internet befragt. In der Studie „Junge Deutsche 2021“ wollte er unter anderem wissen, was für junge Menschen „gute Arbeit“ ausmacht und wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Das Ergebnis: Die Top-3-Aspekte sind laut den Teilnehmenden eine gute Arbeitsatmosphäre (62%), Sicherheit des Arbeitsplatzes (54%) und eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit (53%).

Die Arbeitsatmoshpäre muss stimmen

 

Was bedeuten die Studienergebnisse für Unternehmen in der Region? Vor allem, dass sie den jungen Menschen mehr zuhören müssen, um sie nicht zu verlieren. Sie sollten die Bedürfnisse, Ängste und Forderungen der Fach- und Führungskräfte von morgen ernst nehmen. Schließlich hängt von deren Start ins Berufsleben ab, in welchem Maß sie später zu den sozialen Systemen der Sicherung unserer Gesellschaft beitragen können.

Geht mit den Wünschen und Ansprüchen der jungen Menschen eine „New Leadership“ in den Unternehmen einher?

 

Zu dieser Frage veranstaltet Rebekka Ilgner, Gründerin von „Job trifft Herz“, am 29. Mai ab 11 Uhr ein digitales Charity-Event. Die Idee: Erfahrene Unternehmerinnen  und Unternehmer  geben exklusive Einblicke aus ihrem Arbeitsalltag, die Teilnehmenden erhalten Tools zur Mitarbeiterführung und Teambindung und für alle entsteht ein spannender Austausch mit Menschen, die an denselben Zielen feilen: Der junge Generation dabei zu helfen, Zukunftsgestalter zu sein. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind noch möglich.

Fabian Grothues, einer der drei Sprecher des Jungen Initiativkreises Ruhr und Fachbereichsleiter Politische Kommunikation bei VIVAWEST, ist bei dem Event als Experte dabei. Im Interview erklärt er, warum solche Formate wichtig sind.

junger initiativkreis ruhr what if min
Fabian Grothues

Fabian, warum unterstützt der Junge Initiativkreis Ruhr (JIR) das Online-Café?
„Uns gefällt das Format. Die Inhalte passen perfekt zu unserer Zielrichtung, das Ruhrgebiet bei Studierenden und Berufseinsteigern als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Wir wollen gerne die Impulse des Online-Cafés aufgreifen und für die Region Ruhrgebiet schärfen.“

Auf welches exklusive Geschenk darf sich eine Person freuen?
„Auf die Teilnahme an unserem exklusiven Mentorenprogramm. Dabei wollen wir als junge Nachwuchskräfte aus unterschiedlichen Branchen Studierende im Ruhrgebiet auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützen – und so unbedingt den so genannten Braindrain in der Region verhindern. Wir im JIR leben und arbeiten gerne hier – und wollen diese Botschaft weitertragen.“

Das Thema Work-Life-Balance ist für viele junge Leute entscheidend

 

Du bist erfahrene Führungskraft bei VIVAWEST. Wie schafft man es aus deiner Sicht, junge Menschen langfristig für ein Unternehmen zu begeistern?
„Indem man attraktive Arbeitsbedingungen bietet, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt und eine funktionierende Unternehmenskultur lebt. Immer wichtiger ist natürlich auch eine ausgewogene Work-Life-Balance – und somit Themen wie mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeiten. Meiner Meinung nach ist es besonders wichtig, die Fortschritte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzugehen und dabei innovativ zu bleiben.“

Was würdest du deinem 15 Jahre jüngeren Ich mit Blick auf das Thema Berufseinstieg heute raten?
„Nutze jeden Moment und sei immer offen sein für Neues. Für mich war es im Berufsleben bislang immer wichtig, Dinge anzupacken und auszuprobieren und mich dabei an anderen zu orientieren – sei es durch Praktika, Erfahrungsaustausche oder Mentorenprogramme. Ich kann deshalb von mir behaupten: Ich würde alles wieder so machen. Und das kann ich ganz selbstbewusst sagen, ohne studiert zu haben 😉

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